Schuldfähigkeit
 
 
 

Schuldfähig ist, wer das Unrecht seiner Tat einsehen kann. Bei übermässigem Alkoholkonsum kann es zu tiefgreifenden Bewusstseinsstörungen kommen, die die Schuldfähigkeit ganz (§ 20 StGB) oder teilweise (§ 21 StGB) aufhebt. Eine teilweise Schuldfähigkeit kommt ab 2 Promille BAK in Betracht, ab 3 Promille BAK kann Schuldunfähigkeit bestehen. Zu Berücksichtigen ist dabei jedoch nicht nur die Höhe des Blutalkoholspiegels, sondern auch die individuellen Begleitumstände. Wer sich jedoch vorsätzlich oder fahrlässig in einen Rausch versetzt und anschliessend eine rechtwidrige Tat begeht, kann wegen Vollrauschs nach § 323a StGB bestraft werden ("acti libera in causa").

Zur Rückrechnung der BAK auf den Tatzeitpunkt ist für die Frage der Schulfähigkeit zugunsten des Angeklagten vom maximalen Abbauwert von 0,2 ‰/h zuzüglich 0,2 ‰ auszugehen.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ