Ringversuche
 
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Ringversuche dienen der externen Qualitätssicherung analytischer Verfahren als Ersatz für die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Eichpflicht. Bei der Blutalkoholbestimmung und neuerdings auch der Begleitstoffanalyse müssen zwei von einem Kontrolllabor verschickte Serumproben mit definiertem Gehalt quantitativ analysiert werden. Die erhaltenen Befunde haben innerhalb enger statistisch definierter Toleranzgrenzen mit dem Sollwert übereinstimmen, damit das Labor ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme erhält. Referenzinstitutionen sind z.Z. die Deutsche Gesellschaft für Klinische Medizin und die Gesellschaft für Forensische und Toxikologische Chemie (GTFCH). Die forensischen Alkohollabore in Österreich und der Schweiz nehmen ebenfalls an den Ringversuchen teil.

Die niedrigen festgestellten Streubreiten der teilnehmenden Institute hat die Grundvoraussetzung für die Absenkung des Sicherheitszuschlags bei der Neufestsetzung des Gefahrengrenzwertes der absoluten Fahruntüchtigkeit in Deutschland durch das BGH geschaffen, das einem Gutachten des ehemaligen Bundesgesundheitsamts folgte.

Ein weiterer Schritt zur Qualitätssicherung stellt die Zertifizierung der Methoden in den einzelnen Laboren (DIN EN ISO/IEC 17025:2000) durch eine Akkreditierungsinstitution dar.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ