Resorptionsdefizit
 
 
 

Als Resorptionsdefizit wird der Alkoholanteil bezeichnet, der beim Trinken nicht in den Blutkreislauf übergeht und sich somit nicht in einer messbaren BAK auswirkt.

Dieser Anteil, der zwischen 10 % und 30 % der konsumierten Alkoholmenge beträgt, ist abhängig von der Art der Spirituose (Alkoholgehalt) und dem Füllzustand des Magens. Ursache des Resorptionsdefizits ist, dass ein Teil des Alkohols abgeatmet wird, ein weiterer Teil unverändert in den Urin ausgeschieden oder ausgeschwitzt wird. Die gastrale ADH oxidiert einen weiteren Teil bereits vor dem Übergang in den Blutkreislauf.

Für Trinkmengenberechnungen ist zur Überprüfung von Trinkangaben in der Regel von einem mittleren Resorptionsdefizit von 20 % auszugehen, d. h., in der Widmarkformel ist statt der konsumierten Alkoholmenge in Gramm diese mit 0,8 x A (80 % Alkoholaufnahme) anzusetzen.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ