Reinheitsgebot
 
 
 

Nach dem Biersteuergesetz von 1952 dürfen untergärige Biere ausschliesslich aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser hergestellt werden. Der Zusatz weiterer Stoffe ist verboten. In Bayern wurde das Reinheitsgebot bereits 1516 von Herzog Wilhelm IV. erlassen und ist damit die älteste heute noch gültige lebensmittelrechtliche Vorschrift.

Bemühungen zur Reinerhaltung des Bieres gab es jedoch schon früher. Bereits Barbarossa stellte 1156 die Herstellung von schlechtem Bier unter Strafe. Städte und Zünfte wachten über die Bierqualität.

Die EU hat den Bestand des deutschen Reinheitsgebots als nicht wettbewerbsverzerrend eingestuft. In einigen EU-Ländern werden billigere Rohstoffe wie Mais und Reis einsetzt. Neuerdings kommt, insbesondere in Großbritannien, auch die Anwendung von gentechnisch veränderter Hefe hinzu.

In Deutschland ist seit 02/2005 - abweichend vom Reinheitsgebot - für in Deutschland gebrautes Schwarzbier der Zusatz von Zucker erlaubt. Dieser muß jedoch deklariert werden und der Hinweis auf das deutsche Reinheitsgebot entfällt. Die Bezeichnung "Bier" darf verwendet werden.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ