Prävention
 
 
 

Unter Prävention versteht man allgemein vorbeugende Maßnahmen. Im Fall der Alkoholprävention wird insbesondere bei der Zielgruppe der Jugendlichen bis zu 17 Jahren versucht, durch geziele Aufklärung zu den Risiken und Gefahren durch übermäßigen Alkoholkonsum (Stichworte: Komasaufen, Kampftrinken, binge drinking) auf einen vernünftigen Umgang mit Alkohol hinzuwirken.

Die Notwendigkeit wird durch den deutlichen Anstieg des Alkoholkonsums in der Gruppe der 16-17järigen belegt, wie eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt. Tranken diese 2005 im Durchschnitt 105 g reinen Alkohol pro Woche, waren es 2007 bereits 150 g.

Da das Elternhaus oftmals ein negatives Beispiel gibt, ist einer der wichtigsten Träger die Schule. Mehrere von Psychologen entwickelte Präventionsprogramme sind dazu verfügbar, u.a. von Lindenmeyer. Andere Ansätze setzen auf "vor Ort" Einsätze speziell geschulter Jugendlicher, sogenannter Peers, u.a. das Programm der BZgA.

Die als flankierende Maßnahme zur Reduktion des Konsums erhobene Alkopop-Steuer hatte vorübergehend Wirkung gezeigt. In letzer Zeit wurde jedoch zunehmend auf harte Spirituosen ausgewichen. Eine wirksame Kontrolle der verbotenen Alkoholabgabe an Jugendliche unter 18 Jahren gemäß § 9 Jugendschutzgesetz ist nicht immer gewährleistet oder wird dadurch umgangen, dass bereits volljährige Personen den Alkohol beschaffen.

Ein generelles Verbot der Alkoholwerbung ist bislang in Deutschland gescheitert.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ