Polyneuropathie
 
 
 

Die alkoholische Polyneuropathie wird durch chronischen Alkoholabusus hervorgerufen und manifestiert sich als Folge der Schädigung des peripheren Nervensystem in Sensibilitätsstörungen, Gehstörungen, Wadenkrämpfen oder erhöhter Druckempfindlichkeit von Nerven. Insbesindere an den Extremitäten (Finger, Zehen) kann es zu Dauerschmerzen kommen.

Als kausale Therapie kommt nur ein Alkoholentzug in Frage. Zur symptomatischen Therapie können zur Schmerzlinderung Antiepileptika wie Gabapentin und Carbamazepin eingesetzt werden. Auch die Anwendung von α-Liponsäure (Thiogamma®) kann hilfreich sein, wodurch antioxidative Schutzmechanismen unterstützt werden.

Nach neueren Untersuchungen korrelliert die Polyneuropathie eng mit einem Mangel an B-Vitaminen, z. B. Thiamin (Vitamin B6). Während durch eine Behandlung mit dem wasserlöslichen Thiamin keine ausreichend hohen Wirkstoffspiegel erreicht wurden, konnte mit dem lipidlöslichen Thiamin-Prodrug Benfotiamin (milgamma® mono 150) therapeutische Erfolge erzielt werden.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ