Korsakow-Syndrom
 
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ICD10: F10.6. Schwerste, irreversible Form der Gehirnschädigung durch Alkohol, benannt nach dem russischen Psychiater Korsakow (andere Schreibweise: Korsakoff), der es bereits 1887 bechrieb. Es handelt sich um die chronische Form der Wernicke-Enzephalopathie, gekennzeichnet durch weitgehenden Gedächtnis- und Orientierungsverlust infolge Absterbens ganzer Gehirnzellen-Regionen im Zwischenhirn und im Limbischen System, der sich insbesondere auf das Kurzzeitgedächtnis auswirkt. Charakteristisch ist das Auftreten von Konfabulation, d.h., bestehende Gedächtnislücken werden durch spontane Einfälle ersetzt, die nicht der Realität entsprechen.

Das gemeinsame Auftreten der Symptome des Korsakow-Syndroms und der Wernicke-Enzephalopathie wird unter der Bezeichnung Korsakow-Wernicke-Syndrom zusammengefasst.

Ähnliche Symptomatik trifft auch auf das nicht alkoholische Korsakow-Syndrom (ICD10: F04) zu, das bei Hirnschäden durch Sauerstoffmangel oder Verletzungen auftreten kann.

Verursachung durch andere psychotrope Substanzen ICD10: F11.06 bis F19.06

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ