Ethylglucuronid
 
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Ethylglucuronid Abk.: EtG. Ethylglucuronid entsteht als Stoffwechselprodukt des Ethanols und "aktivierter" Glururonsäure (Uridin-5´-diphospho- ß-glucuronsäure) und wurde erstmals 1967 im menschlichen Urin nachgewiesen. Es wird ausschliesslich aus im Körper vorhandenem Ethanol als direkter Alkoholmetabolit zu etwa 0,02 % in der Leber gebildet. Die Nachweismöglichkeit ist mit ca. 80-120 Stunden im Urin oder 24-36 Stunden im Serum relativ lang. Die EtG-Bestimmung hat forensische Bedeutung als Marker für Alkoholrückfälle nach einem Entzug und für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis im MPU-Gutachten. Der Cut-off liegt derzeit bei 0,5 ng/ml für Serum und 1,0 ng/ml für Urin.

Gegenwärtig wird in mehreren Instituten am Nachweis von EtG im Haar als Langzeit-Alkoholmarker gearbeitet, der Aufschluss über den Alkoholkonsum der letzten maximal 6 Monate (1 cm Haarlänge = 1 Monat) liefert. Der Cut-off wird noch diskutiert und liegt derzeit bei den meisten Untersuchern bei 25 bis 30 pg/mg Haar.

Die quantitative Bestimmung erfolgt im Urin oder im Serum mittels GC/MS oder ELISA als Trimethylsilylether (Fragmente: 160,261,405) mit d5-Ethylglucuronid als internem Standard. Im Haar erfolgt eine direkte Bestimmung mittels analytisch apparativ aufwendigen Methoden: LC/MS/MS oder LC/(MS/MS-TOF.

Lit: Alt A., Wurst, F.-M., Seidl, S.: Bestimmung von Ethylglucuronid in Urinproben mit internem Standard d5-Ethylglucuronid. Blutalkohol,34, 360-365 (1997)

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ