Entzug
 
 
 

Der Entzug bei bestehender Alkoholabhängigkeit kann sowohl in stätionärer Behandlung in Allgemein-Krankenhäusern oder in speziellen Suchtabteilungen psychiatrischer Klinken als auch ambulant erfolgen. Die Erfolgschancen liegen bei etwa 50 %. Der Selbstentzug, d.h. von einem Tag zum anderen mit dem Trinken aufzuhören, setzt eine hohe Willensstärke voraus und ist auch nicht ungefährlich, da der plötzliche Alkoholentzug zu epileptischen Anfällen bis hin zum Delirium führen kann.

Der Entzug kann medikamentös unterstützt werden indem in den Alkoholstoffwechsel eingegriffen wird (Blockierung des Acetaldehyd-Abbaus, siehe Antabus®) oder das Suchtverlangen mit Anti-Craving-Präparaten gedämpft wird (siehe Campral®). Zur Vermeidung epileptischer Anfälle kann Carbamazepin verabreicht werden. Nach erreichter Abstinenz können Selbsthilfegruppen (Anschriften siehe Linkliste) den Therapieerfolg langfristig sichern.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ