CDT
 
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Abkürzung für: Carbohydrate Deficient Transferrine. CDT unterscheidet sich vom Glycoprotein Transferrin, das für den Eisentransport durch die Zellmembran zuständig ist, durch fehlende Sialinsäurereste (Disialo-, Monosialo- und Asilalo-Transferrin), deren Übertragung durch das Enzym Glykosyltransferase erfolgt, dessen Aktivität bei chronischen Alkoholkonsum jedoch stark vermindert ist. Infolgedessen steigt die im Serum gemessene CDT-Konzentration stark an (Normalwert Mann ca. 20 U/l, Frau 26 U/l, erhöht 30 bis >60 U/l)

Neuerdings wird der prozentuale Anteil des CDT zum Gesamt-Transferrin als relative Maßeinheit herangezogen. Die Analyse erfolgt mit einem %CDT-Immunoassay (z.B. Fa. BIO-RAD) oder mittels HPLC. Normalwerte liegen unter 3% (BIO-RAD-Test: unter 2,6%). Wenn bei Männern der tägliche Alkoholkonsum über 60 g/Tag über mindestens 3 Wochen hinweg bzw. bei Frauen über 50 g/Tag über 2 Wochen hinweg liegt, kann ein CDT-Anteil von bis zu 18% erreicht werden.

CDT ist ein empfindlicher und spezifischer Marker (90 %) für Alkoholabusus, der nach Alkoholabstinenz noch längere Zeit erhöht ist (Halbwertszeit 14-17 Tage), Normalwerte werden nach ca. 2-4 Wochen Abstinenz wieder erreicht.

Die Bestimmung des CDT-Werts ist in folgenden Fällen angezeigt:

  • Differentialdiagnose von Alkohol induzierten gegenüber nicht Alkohol induzierten Erkrankungen (Leberzirrhose, Pankreatitis, Gastritis, Karzinome)
  • Differentialdiagnose bei erhöhten GGT-Werten
  • Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gemäß FeV
  • Forensisch-toxikologische Begutachtung von Unfällen und Todesfällen in Zusammenhang mit Alkohol
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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ