Brenztraubensäure
 
Englische Version
 

CH3-CO-CO-OH
2-Oxopropionsäure, Acetylameisensäure, C3H4O3, M 88,06 g/Mol
GHS-Symbol: ätzend

Nach Essigsäure riechende Flüssigkeit, deren Derivate als Pyruvate bezeichnet werden. Brenztraubensäure hat als α-Ketocarbonsäure eine zentrale Bedeutung im biologischen Stoffwechsel, so auch bei der alkoholischen Gärung unter anaeroben Bedingungen.

Physiologie

Im Körper entsteht Brenztraubensäure durch Abbau von Glucose in der als Glycolyse bezeichneten Reaktion, wobei zusätzlich ATP und NADH gebildet werden.

Für die weitere Metabolisierung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • bei ausreichender Sauerstoffzufuhr (aerobe Bedingungen) wird Acetyl-Coenzym A gebildet, das seinerseits im sogenannten Citrat-Cyclus in den Mitochondrien weiteres ATP und NADH bildet
  • als Umkehrung der Glycolyse kann Glucose bzw. Glycogen gebildet werden
  • durch Transaminierung erfolgt die Synthese der Aminosäure Alanin
  • bei fehlender Sauerstoffzufuhr (anaerobe Bedingungen) wird bei Pflanzen, Pilzen und einigen Mikroorganismen mittels der Pyruvatdecarboxylase über die Zwischenstufe des Acetaldehyds (Ethanal) Ethanol gebildet
  • ebenfalls anaerob erfolgt im tierischen Organismus in Gegenwart von Lactat-Dehydrogenase und NADH die Bildung von Milchsäure

Bei toxischen Zellschädigungen wird Brenztraubensäure im Serum und im Harn konzentriert.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ