Brennen
 
 
 

Als Brennen wird die Destillation der vergorenen Maische mit dem Ziel der Gewinnung hochprozentiger Spirituosen (Brände) wie Whisky, Weinbrand, Wodka etc.

Grundsätzlich werden dabei zwei unterschiedliche Verfahren angewendet:

  • die diskontinuierliche Destillation in der Brennblase
  • die kontinuierliche Destillation mittels Rektifizierung

Diskontinuierliche Brennverfahren

Zur Erzielung hochwertiger aromenhaltiger Spirituosen wird die Maische in einer Brennblase langsam erhitzt und der erhaltene Rauhbrand einer zweiten, teilweise auch dritten Destillation (Feinbrand) unterworfen, wobei Vor- und Nachlauf abgetrennt werden. Durch langsames Erwärmem sind im Mittellauf die Aromen weitgehend erhalten. Das Verfahren wird insbesondere zur Herstellung der hochwertigen schottischen Pure-Malt-Whiskies und der irischen Whiskeys unter der Bezeichnung Pot-Still-Verfahren eingesetzt.

Kontinuierliche Brennverfahren

Beim kontinuierlichen Brennen wird die Maische bei stärkerer Wärmezufuhr erhitzt und die flüchtigen Anteile einer Rektifizierungskolonne mit Trennböden, die durch Rückfluß eine Auftrennung der Komponenten nach ihren Siedepunktenerlaubt, zugeführt. Die Länge der Kolonne und die Anzahl der Trennböden ermöglicht ein hohes Trennvermögen, das sich allerdings auch auf die Aromastoffe auswirkt. Am Kopf der Kolonne können die leicht flüchtigen Komponenten entnommen werden, im unteren Bereich die höher siedenden Fuselöle. Dieses sehr wirtschaftliche Verfahren wird daher zur Herstellung von Destillaten benutzt, bei denen es nicht auf die Aromastoffe ankommt, wie Bioalkohol oder Wodka.

Eine Sonderform ist das Patent-Still-Verfahren, bei dem gemälztes und ungemälztes Getreide zu billigen Whisky-Rohdestillaten mit über 90 Vol% Alkoholgehalt gebrannt wird.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ