Brennblase
 
 
 

Als Brennblase wird der meist kupferne innere Behälter des doppelwandigen Edelstahl-Brennkessels bezeichnet, in dem die Maische indirekt mittels Wasserbad erhitzt und zu höher prozentigen Destillaten gebrannt wird. Den oberen Abschluss der Brennblase bildet ein kupferner Helm, der die Alkoholdämpfe sammelt und vorkühlt.

Der erste Brennvorgang (Rauhbrand) liefert Destillate mit bis zu 35 % Alkoholgehalt. Durch wiederholtes Brennen (Feinbrand) werden etwa 70 bis 80 % Alkoholgehalt erreicht.

Die Destillation in der Brennblase ist ein diskontinuierliches Verfahren, bei dem die Brennblase für jede einzelne Destillation neu beschickt und erhitzt werden muß. Dabei werden jedoch die Aromastoffe weitgehend geschont, wichtig insbesondere zur Produktion von hochwertigen Whisky-Sorten.

Im Vorlauf des Feinbrands, der unter langsamer Temperatursteigerung in der Brennblase erfolgen muß, sind die leicht flüchtigen Begleitstoffe, insbesondere Methanol, enthalten, während im sogenannten Nachlauf die höher siedenden Fuselöle angereichert sind. Die Hauptfraktion, der Mittellauf, enthält den Alkohol und die Aromastoffe.

Der als "Schlempe" bezeichnete Rückstand nach der ersten Destillation wird als Viehfutter oder Dünger, neuerdings auch zur Erzeugung von Biogas verwendet.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ