Branntwein
 
 
 

Ursprünglich war Branntwein ein nur für Destillate aus Wein verwendeter Begriff (EU-Bezeichnung: Brandy), der jetzt generell für alle extraktfreien oder extraktarmen Spirituosendestillate verwendet wird. In der Gesetzgebung und im Sprachgebrauch allgemeiner Begriff für alkoholreiche Flüssigkeiten, bei Verdünnung auf Trinkstärke auch als Trinkbranntwein bezeichnet.

Branntweinmonopol

In Deutschland unterlag Herstellung, Einfuhr, Reinigung und Handel dem staatlichen Branntweinmonopol (Gesetz v. 8.4.1922, letzte Fassung v. 29.10.2001, BGBl. I, 2785,2806), das auch die Besteuerung des Branntweins regelt, die rund 1 % des gesamten Steueraufkommens ausmacht. Der Steuersatz beträgt seit 1.1.2002 1.303 €/hl. Das Steueraufkommen in Deutschland für Branntwein betrug im Jahr 2001 2,143 Mio. €. Mit der Durchführung war die Bundesmonopolverwaltung in Offenbach/Main betraut. Neben dem steuerlichen Aspekt stand die Marktordung für Übernahme und Vermarktung von Agraralkohol, insbesondere zum Schutz kleinerer und mittlerer Betriebe, im Vordergrund. Da die Ankaufpreise über den Verkaufspreisen liegen, entstanden jährlich Verluste von ca. 100 Mio. €. Eine Harmonisierung der Branntweinsteuer innerhalb der EU wurde bereits 1993 beschlossen, bislang existieren jedoch noch unterschiedliche Steuersätze. Die Mehrzahl der gewerblichen Brennereien schieden zum 30.9.2001 aus dem Monopol aus, per Gesetz (HSanG) spätestens 2006.

Branntweinverordnung

  • Verordnung über Schaumwein und Branntwein aus Wein v. 15.7.1971 BGBl I, 939-943 (1971)
  • Branntweinsteuerverordnung (BrStV) vom 21.1.1994 BGBl I, 104(1994), zuletzt geändert durch die 2. VO zur Änderung der Verbrauchssteuerverordnungen vom 20.10.1998 BGBl I, 3188 (1998)
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Letztes Update dieser Seite: 18.10.2010 - IMPRESSUM - FAQ