Ausscheidungsphase
 
 
 

zeitlicher BAK-Verlauf

Als Ausscheidungs- oder Eliminationsphase wird der absteigende Teil der Blutalkoholkurve im Anschluss an die Resorptionsphase nach Überschreitung des Gipfelpunktes bezeichnet. Für Ethanol ergibt sich ein nahezu linearer Zusammenhang des zeitlichen Abbaus, der im individuell unterschiedlichen physiologischen Mittel ca. 0,15 ‰/h beträgt. Für forensische Berechnungen wird vom minimalen Abbau mit 0,1 ‰/h bzw. zur Frage der Schuldfähigkeit mit dem maximalen Abbau von 0,2 ‰/h zurückgerechnet, siehe Rückrechnung.

Da der Methanolabbau in Konkurrenz zum Ethanol am Leberenzym ADH abläuft, werden kleine Methanolmengen (als Begleitstoff alkoholischer Getränke) erst bei Unterschreitung einer BAK von ca. 0,3 ‰ abgebaut. Bei Alkoholikern kommt es zu einer Ansammlung von Methanol im Blut, Methanolkonzentrationen oberhalb von 10 mg/l gelten daher als Indiz für chronischen Alkoholabusus.

Die Ausscheidungskurven der höheren Alkohole sind für die Begleitstoffanalytik von Interesse. Während 1-Propanol noch annähernd linear abgebaut wird, folgt der Isobutanol-Abbau einer konzentrationsabhängigen exponentiellen Kinetik. Die Isomeren 2- und 3-Methylbutanol werden sehr schnell in einer bislang mathematisch nicht exakt beschreibbaren Funktion in Form ihrer Glucuronide in den Harn ausgeschieden und können im Blut spätestens 2-3 Stunden nach Trinkende nicht mehr nachgewiesen werden.

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Letztes Update dieser Seite: 03.11.2017 - IMPRESSUM - FAQ