Arbeitsplatz & Alkohol
 
 
 

Trunkenheit am Arbeitsplatz stellt in vielen Bereichen eine akute Gefahr für den Betroffenen selbst sowie seine Umgebung dar. Daher ist der Alkoholkonsum im Betrieb generell untersagt und erkennbar alkoholisierte Arbeitnehmer dürfen nicht zur Arbeit herangezogen werden (Aufsichtspflicht des Arbeitgebers), wie es in der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) dargelegt ist. Alkoholbedingte Unfälle am Arbeitsplatz können zum Verlust des berufsgenossenschaftlichen Versicherungsschutzes führen.

Trunksucht (Alkoholismus) am Arbeitsplatz mindert die Leistung des Betroffenen auf Dauer. Anfangs oftmals von Arbeitskollegen gedeckt (s. Co-Alkoholiker), kommt es später zu ersten arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie einer Abmahnung. Verweigert der Arbeitnehmer ein Therapieangebot des Arbeitgebers oder bricht die Therapie von sich aus ab, darf der Arbeitgeber die Kündigung aussprechen.

Unfallverhütungsvorschrift (Auszug)

1) Versicherte dürfen sich durch Alkoholgenuss nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.

2) Versicherte, die infolge Alkoholgenusses oder anderer berauschender Mittel nicht mehr in der Lage sind, ihre Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, dürfen mit Arbeiten nicht beschäftigt werden.

Folgen

Nach durchzechten Nächten bleiben Arbeitnehmer oftmals dem Arbeitsplatz fern (Katerwirkung). Bei permanenten alkoholbedingten Fehlzeiten entsteht die Frage der Lohnfortzahlung, insbesondere auch bei Rückfallerkrankungen nach erfolgter Therapie.

Zur Frage, ob ein Betriebsarzt Blutentnahmen zur Feststellung einer Alkoholisierung durchführen darf, hat das Bundesarbeitsgericht 1999 entschieden, daß der Arbeitnehmer nicht verpflichtet ist, routinemäßige Blutuntersuchungen wegen Verdachtes auf Alkoholabhängigkeit zuzustimmen.

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Letztes Update dieser Seite: 30.09.2010 - IMPRESSUM - FAQ