Alkopops
 
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Als "Hyperdrinks" bezeichnete alkoholhaltige süße Limonaden in poppiger Aufmachung, die bevorzugt von Jugendlichen im Alter bis zu 16 Jahren, insbesondere von Mädchen, getrunken werden. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 4 bis 5,5 Vol% und wird in Form von Wodka, Rum, Tequilla oder anderen Spirituosen herstellerseits zugemischt, daher auch die Bezeichnung "premixed". Erste Handelsnamen waren z.B. Hooper´s Hooch, Beetlejuice, Fiji (letzterer enthält zusätzlich Kava-Kava-Extrakt). Auch Pudding mit Wodka-Limette Zusatz ("Jello Shot") war im Handel.

Da der Alkoholgeschmack durch die Süße überdeckt wird, liegt die Gefahr dieser Getränke im regelmäßigen Konsum durch Jugendliche, die dadurch an Alkohol gewöhnt werden. Der stark zunehmende Konsum der Alcopops hat in der Schweiz bereits zu ersten Entwürfen von gesetzgeberischen Massnahmen geführt. In Deutschland hat die Bundesregierung zum 01.08.2004 eine Strafsteuer auf alkoholhaltige Süßgetränke eingeführt (AlkopopStG), ähnlich dem französischen Vorbild, wo seit 1997 eine derartige Steuer zu entrichten ist, die den Preis für diese Getränke verdoppelt, was zu einem drastischen Rückgang des Konsums geführt hat. Zusätzlich wurde der Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren verboten (bisher 16 Jahre). Trotzdem werden Alkopops oftmals vom Handel an Jugendliche abgegeben. Siehe auch Jugend & Alkohol und Jugendschutzgesetz (JuSchG).

Seit 2004 ist der Verkauf von Alkopops in der EG rückläufig, da sich der Modetrend zugunsten von Cocktails geändert hat. 2009 wurden wegen des hohen Preises kaum noch Alkopops verkauft, so dass z.B. Bacardi seine Rumvarianten wieder vom Markt genommen hat.

Ein Trick zur Umgehung der Alkopop-Steuer ist der Verkauf in Form von Brausepulvern, die nach Auflösung in Wasser einen Alkoholgehalt von ca. 4,9 Vol% erreichen und die z.Z. in vier Geschmacksrichtungen erhältlich sind.

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Letztes Update dieser Seite: 18.10.2010 - IMPRESSUM - FAQ