Alcotest
 
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Dräger Alcotest-Röhrchen

Alcotest-Röhrchen (Foto:Draeger) Seit 1953 und bis ca. 1995 verwendete Methode zur Erkennung einer Alkoholisierung bei Verkehrsteilnehmern (Hersteller: Dräger Sicherheitstechnik GmbH, Lübeck). Die mit gelbem Kaliumdichromat beschickten Prüfröhrchen wurden beim Durchleiten alkoholhaltiger Atemluft (1 Liter Blasvolumen) durch Bildung von CrIII grün gefärbt, wobei die Länge der grün gefärbten Zone ein Maß für den Alkoholgehalt der Atemluft darstellt. Ein Markierungsring zeigte bei Überschreitung eine Alkoholisierung von mehr als 0,8 Promille (damalige Promillegrenze der relativen Fahruntüchtigkeit) an, was zur Blutentnahme und Bestimmung der damals ausschliesslich forensisch relevanten Blutalkoholkonzentration führte.

 

Dräger Alcotest 7410

Dräger Alcotest 7410 (Foto: Dräger) Vortest-Gerät zur Feststellung einer Alkoholisierung der Fa. Dräger Sicherheitstechnik GmbH, Lübeck, basierend auf einem elektrochemischen Sensor. Das Gerät ersetzt seit 1995 die polizeilich verwendeten Alcotest-Prüfröhrchen. Digitale Anzeige der gemessenen Atemalkohol-Konzentration in [mg/l] oder (bei älteren Modellen) eines fiktiven "Promille-Wertes" [mg/g] durch Multiplikation des gemessenen Atemalkoholwertes mit dem Faktor 2000. Zur Problematik der Umrechnung siehe Atemalkohol.

 

 

 

Dräger Alcotest 7110 Evidential MK III

Dräger 7110 (Foto: Dräger) Atemalkohol-Meßgerät der Fa. Dräger Sicherheitstechnik GmbH, Lübeck. Verwendet zwei Messungen aus unabhängigen Proben gemäß Norm DIN VDE 0405, die im Abstand von 2-5 Minuten erfolgen. Probe 1 wird an einem elektrochemischen Meßsystem analysiert (simultan auch infrarotoptisch zur Erkennung von Fremdsubstanzen, der IR-Befund wird jedoch nicht verwendet), Probe 2 ausschliesslich mit einem infrarotoptischen Sensor(9,5 µm). Atem-Volumen und -Temperatur sowie Ausatemdauer werden kontrolliert und das Ergebnis auf eine Atemtemperatur von 34 oC bezogen.

Für eine gültige Messung darf die maximale Abweichung beider Einzelwerte bei einem Mittelwert bis 0,40 mg/l 0,04 mg/l betragen, darüber maximal 10% des Mittelwertes. Die Einzelwerte werden dabei auf drei Dezimalstellen abgerundet, der gebildete Mittelwert auf zwei Dezimalen abgerundet. Zur aktuellen Rechtsprechung (Abrundung der Einzelwerte auf zwei Dezimalen) siehe Blutalkohol-Homepage. Um Verfälschungen durch Mundrestalkohol oder Fremdsubstanzen auszuschliessen ist ein Zeitabstand von mindestens 20 Minuten nach Trinkende notwendig sowie eine 10-minütige Kontrollzeit vor der Messung einzuhalten. (Anmerkung: der Zeitabstand von 20 Minuten ist nur für den Vergleich AAK-BAK erforderlich. Mit der Einführung eines eigenen AAK-Grenzwertes halten einige Oberlandesgerichte diese Zeitspanne für nicht erforderlich und die 10-minütige Kontrollzeit für ausreichend.)

Nach DIN VDE 0405-2 darf der Einfluss der Fremdsubstanzen Methanol, Isopropanol, Aceton, Ethylacetat und Toluol bei gleichzeitiger Anwesenheit von Ethanol folgende Werte nicht überschreiten: 0,10 mg/l bei einer Ethanolkonzentration bis 0,40 mg/l bzw. 25 % des Messergebnisses oberhalb von 0,40 mg/l.

Das Gerät darf in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund der Bauartzulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und nach erfolgter Kalibrierung in 6-monatigen Intervallen für die forensische Atemalkoholbestimmung im Bereich der relativen Fahruntüchtigkeit gemäß § 24a StVG gleichberechtigt zur Blutalkoholbestimmung alternativ eingesetzt werden. Der Mittelwert wird bei korrekter Messung digital angezeigt und ein Messprotokoll ausgedruckt, ansonsten erfolgt eine Fehlermeldung.

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Letztes Update dieser Seite: 05.11.2010 - IMPRESSUM - FAQ