Methanol wird zur Herstellung von Formaldehyd und Methylestern sowie als Lösungsmittel verwendet.
Getrunkenes oder dampfförmig aufgenommenes Methanol ist giftig (GHS-Einstufung: Akute Toxizität, Klasse 3, Einatmen, Oral, Haut). LDLO Mensch (orale Aufnahme) 143 mg/kg. Erste-Hilfe-Maßnahme: Alkohol (Ethanol, 40%) trinken lassen. Symptome: Herz- u. Muskelschwäche, Krämpfe, Schüttelfrost, Abnahme des Sehvermögens bis zur Blindheit.
Das in Spirituosen enthaltene Methanol wird erst nach einer Unterschreitung einer Blutalkoholkonzentration von ca. 0,3 Promille nennenswert abgebaut, da der Abbaumechanismus ebenso wie beim Ethanol über das ADH-System funktioniert. Bei Alkoholikern des δ-Typs nach Jellinek (Spiegel-Trinker) kommt es daher zu einer Ansammlung von Methanol im Blut, wobei Befunde oberhalb von 10 mg/l als Indiz für einen Abusus gelten.
Methanol ist der einfachste Vertreter der Alkanole. Seit Ende des 18. Jahrhunderts bis ca. 1920 wurde Methanol fast ausschließlich durch trockene Destillation (Pyrolyse) von Holz in Abwesenheit von Sauerstoff ("Holzgeist") gewonnen, danach aus Synthesegas (CO/H2 und CO2/H2 aus der Kohlevergasung) durch Hochdruckhydrierung, jetzt durch katalytische Niederdruckhydrierung an Cu-Katalysatoren bei 50-100 bar und Temperaturen von 200-300 oC.