Die Grignard-Reaktion stellt eine allgemeine Synthesemöglichkeit zur Darstellung hochsubstituierter Alkohole durch Umsetzung von Aldehyden bzw. Ketonen mit Grignard-Reagenzien (Alkylmagnesiumhalogenide, R-MgX) dar. Die Umsetzung mit Formaldehyd führt zu primären Alkoholen des Typs R-CH2-OH, mit Ethylenoxid zu primären Alkoholen des Typs R-CH2-CH2-OH. Aldehyde (ausser Formaldehyd) liefern sekundäre Alkohole, Ketone tertiäre Alkohole. Letztere sind auch durch Umsetzung von Estern mit 2 Äquivalenten Grignard-Reagenz zugänglich. Anstelle von Grignard-Reagentien können auch Aryl- oder Alky-Lithiumverbindungen eingesetzt werden, die sich durch ein höheres Reaktionsvermögen auszeichnen.