Synonym: Fetales Alkoholsyndrom (FAS), engl: fetal alcohol syndrome, franz: syndrome d'alcoholisme foetal
Schädigung des ungeborenen Kindes im Mutterleib durch Alkoholmissbrauch der Mutter während der Schwangerschaft (ICD10: P04.4), erstmals 1968 durch P. Lemaine in Frankreich beschrieben. Die toxischen enzephalophatischen Veränderungen haben oftmals eine verzögerte geistige Entwicklung des Kindes zur Folge, ohne das körperliche Merkmale in Erscheinung treten.
Die Kinder können bereits bei der Geburt einen zu kleinen Kopf haben und unter Minderwuchs leiden. Auch im Gesichtsbereich, an den Armen und Beinen sowie den Genitalien sind oftmals Auffälligkeiten festzustellen. Die Neugeborenen sind reizbar und schlafen schlecht, da sie unter Alkoholentzugssyndromen leiden.
In Deutschland sind 2 von 1000 Geburten von der Alkoholembryopathie betroffen. Als Spätfolge kann es zur Demenz (Dementia infantilis, eine Entwicklungs- und Sprachstörung) im 3. bis 4. Lebensjahr kommen.