Aceton ist das Oxidationsprodukt von 2-Propanol und der einfachster Vertreter der Ketone. Die technische Synthese erfolgt meist nach dem Cumol-Verfahren aus Benzol und Propen mit nachfolgender Oxidation durch Sauerstoff, wobei das gebildete Peroxid mit Säuren zu Phenol und Aceton gespalten wird. Weitere Synthesen sind das Wacker-Hoechst-Verfahren, bei dem Propen durch Sauerstoff in Gegenwart einer wässrigen Lösung von Palladium- und Kupferchlorid bei 110-120°C und 10-14 bar direkt oxidiert wird sowie die katalytische Dehydrierung von 2-Propanol am Kupferkontakt bei 250 °C.
Aceton wird als gängiges Lösungs- und Extraktionsmittel für Harze, Fette und Öle verwendet.
Aceton gehört zusammen mit ß-Hydroxy-Buttersäure und Acetessigsäure zu den sogenannten Ketonkörpern, die als Zwischenprodukt des Fettsäurestoffwechsels gebildet werden und normalerweise nur in niedriger Konzentration im Blut vorliegen. Die Ausscheidung erfolgt über den Urin. Bei gesteigertem Fettabbau, z.B.durch Hungern, aber auch bei Diabetes kommt es zu vermehrten Bildung (Acetonurie).