Acetaldehyd
 
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H3C-CHO
Ethanal, C2H4O MG 44,1 g/Mol
GHS-Symbol brennbarGHS-Symbol: gesundheitsschädlichGHS-Symbol: Ausrufezeichen

Physik. Eigenschaften

Brennbare, stechend riechende Flüssigkeit.
Smp. -123 oC, Sdp. 21 oC, Dichte 0,78 g/cm3, Flammpunkt -27 oC
Zündtemperatur 140 oC, Explosionsgrenze 4 bis 57 Vol%, Dampfdruck (20 oC) 1007 mbar

Einstufung

CAS-Nr. 75-07-0, EINECS-Nr. 200-836-8, EG-Nr. 605-003-00-6, R 12-36/37-40, S 16-33-36/37, hochentzündlich, reizend, gesundheitsschädlich, MAK 50 ml/m3 / 91 mg/m3
WGK 1, LD50(Ratte) 661 mg/kg, Lagerung unter +15 oC

Biologische Bedeutung

Acetaldehyd (Ethanal) ist das primäre Oxidationsprodukt des Alkohols (Ethanol), das weiter zur Essigsäure oxidiert wird. Im Körper erfolgt die Oxidation des Alkohols zu Acetaldehyd hauptsächlich in der Leber in Gegenwart des Enzyms Alkoholdehydrogenase (ADH). Gleichzeitig wird dabei das Coenzym NAD zum NADH reduziert. Diese Reaktion wird auch zur Bestimmung der Blutalkoholkonzentration mittels ADH-Verfahren verwendet.

Das gebildete Acetaldehyd wird seinerseits unter Mitwirkung des Enzyms Aldehyddehydrogenase (ALDH) zur biologisch aktivierten Essigsäure (Acetyl-Coenzym A) entgiftet, wodurch die Konzentration an freiem Acetaldehyd im Körper normalerweise sehr gering bleibt. Bei Enyzmdefekten oder künstlicher Blockierung des Enzyms kommt es zu Unverträglichkeitsreaktionen (Acetaldehyd-Syndrom, s. Antabus).

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Letztes Update dieser Seite: 20.10.2010 - IMPRESSUM - FAQ